Tipps vom erfahrenen Gutachter aus München

Schadensregulierung nach einem Unfall

Wer unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird, kann von der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung eine vollständige Schadensregulierung fordern: hierzu zählen Gutachter, Rechtsanwälte, Ersatwagenkosten u.a. In den wenigsten Fällen zahlt die gegnerische Versicherung nach einem Unfall gar nicht. Meistens wird um einzelne Schadenspositionen und die Höhe des Schadens gestritten. Daher ist es vorteilhaft eine Rechtsschutzversicherung (s.g. RSV Verkehr) zu haben. Diejenigen, die in einen Unfall ohne diese Versicherung verwickelt worden waren, können sich spätestens unmittelbar nach dem Unfallereignis eine Versicherung abzuschließen, die eventuell rückwirkend greifen wird (Lesezeit 3 Minuten).
Wir wollen einen Überblick über die wichtigsten Punkte der Schadensregulierung nach einem Unfall geben:
Wie wird ein Schaden nach einem Unfall reguliert?
Es ist sehr Wichtig noch am Unfallort die Kontaktdaten auszutauschen. Idealerwise wird ein s.g. Europäischer Unfallbericht von allen Unfallbeteiligten. Machen Sie Fotos von der Unfallstelle. Notieren Sie Name, Adresse und Telefonnummer aller Personen die den Unfall beobachtet haben. Diese Daten wird Ihr Kfz-Gutachter für die Schadenmanagement oder Rechtsanwalt für die Durchsetzung Ihrer Forderungen aus dem Unfall benötigen.
Wozu wird eine Teilkasko bzw. Vollkasko gebraucht?
Die Vollkasko-Fahrzeugversicherung bietet einen noch umfangreicheren Schutz. Sie übernimmt zusätzlich Schäden, die durch einen selbstverschuldeten Unfall entstanden sind oder wenn durch Fahrerflucht kein Verursacher ausfindig gemacht werden kann. Auch Vandalismus durch andere Personen ist mit dieser Form der Kfz-Versicherung abgedeckt. Nicht bezahlt werden beim selbstverschuldeten Unfall Mietwagenkosten, Nutzungsausfall und Wertminderung. Auch bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln, kann die Vollkasko-Versicherung sich weigern, die Kosten zu tragen (Quelle: https://www.bussgeldkatalog.de/kfz-versicherung/).
Gutachten oder Kostenvoranschlag?
Bei Schäden unterhalb 1.000 Euro sollte das Autohaus oder die Kfz-Werkstatt dazu raten, ein Kurzgutachten oder einen Kostenvoranschlag erstellen zu lassen. Für den Sachverständigen heißt das Folgendes: Ab einem Schaden 1.000 Euro darf der Sachverständige ein Gutachten erstellen. Ist mit einer Wertminderung zu rechnen, dann ist das Gutachten immer die bessere Wahl, da diese in die Gutachtensumme mit eingerechnet wird. Durch den Schaden entstandene Wertminderungen fließen ebenfalls in die Schadenskalkulation. Der Kostenvoranschlag aus dem Autohaus oder der Kfz-Werkstatt bezieht sich an dieser Stelle lediglich auf die Kalkulation der Reparaturkosten.
Schadensregulierung: Was zahlt die Versicherung?
In der Regel zahlt die generische Haftpflicht den kompletten Schaden, den Sie melden: Rechtsanwaltskosten, Schmerzensgeld, Beerdigungskosten, Autoreparatur, Reparatur bei wirtschaftlichem Totalschadensfall, Sachverständigenkosten. Gutachtenhonorar, Sachverständigenkosten, Verbringungskosten, Merkantiler Minderwert, Mietwagen/Nutzungsentschädigung, Haushaltsführungsschaden, Unterhaltsleistungen, Kostenpauschale.


Voraussetzung ist, dass der Unfallgegner die alleinige Schuld hat und die Schadensmeldung berechtigt bzw. es tatsächlich zu einem Schaden gekommen ist. Haben Sie eine Teilschuld zugesprochen bekommen, wird entsprechend gekürzt.
Autounfall: Versicherung zahlt nicht?
Es gibt Fälle, in denen Versicherungen es ablehnen, den Schaden am Kfz zu regulieren. Aber was bedeutet es, wenn es nach einem Unfall heißt, die Versicherung zahlt nicht? In den meisten Fällen bleibt dann nur noch der Rechtsweg. Häufigste Gründe dafür sind die Behauptungen, dass die Schuldfrage noch nicht geklärt, das Gutachten fehlerhaftoder die Schadenshöhe unangemessen ist. Um dennoch sein Recht durchzusetzen, sollten Sie in einem solchen Fall unbedingt einen Anwalt beauftragen, damit dieser Ihre Interessen entsprechend vertreten kann. Nur so ist es dann möglich, dass durch richterlichen Beschluss die Versicherung die Schadensregulierung übernimmt. Eine Rechtsschutzversicherung ist sicherlich hilfreich. Bei berechtigten Forderungen müssen gegnerische Versicherungen die Anwaltskosten bezahlen (Quelle: https://www.bussgeldkatalog.de/schadensregulierung/)